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Hollywoodfilme und Blockbuster

25 November, 2006


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Nach vielen Blockbustern taucht ein Problem immer wieder auf: Es ist eigentlich immer dasselbe.
Die Explosionen sind noch größer und bunter, das Leben und die Emotionen sind noch stärker gezeichnet, irgendwie hallt das Donnern der Detonation immer lauter jedoch der Effekt auf die Menschen ist immer geringer. Die fesselnden Abende voller Action, die uns Hollywoodfilme bereitet haben und auf Atavismen und Urängste zielen, affizieren immer weniger und hinterlassen einen faden Nachgeschmack. Die Kameraführung zeigt auf dieselbe Weise Rasanz, nur schneller. Das verliebte Paar, das mit denselben Effekten ein Lächeln auf unser Gesicht zaubern soll. Die riskanten Stunts, die immer in ähnlicher Weise den Schweiß auf die Stirn treiben sollen. Doch leider nutzen sich diese Effekte ab.

Die Kunst weiß, dass sie eindeutig sein muss. Die Filmästheten von Hollywood wissen das leider nicht. Mit bloßen Abweichungen von schon Bekanntem erleben wir nichts Neues. Ansätze für Erneuerung gibt es. Das Neue kommt mit Einflüssen aus dem Osten, Bollywood und China fesseln vor den Fernsehern und mittlerweile auch im Kino, ihre Ästhetik ist neu, im Moment. Auch in Europa gibt es Experimentalfilmer die ohne weiteres neue Einflüsse in den kommerziellen Film bringen könnten. Wirtschaftlich ist der Wandeln nötig, denn durch bloße Hypertrophien lockt man keine Menschen mehr in die Kinos. Das Kommerzkino erkennt das leider etwas langsam. Ein homoerotischer Johnny Depp in „Fluch der Karibik“ fasziniert uns, er ist neu anregend und hat Kultcharakter.

Leider gibt es nicht viel Neues unter der Sonne, die Wiederholung von modischen Strömungen zeigen das. Auch Gesellschaftsinteressen wie Außerirdische in den Neunzigern mit „Akte X“ oder den oben genannten Piraten aus „Fluch der Karibik“ waren schon vorher da.
Was aber neu sein kann, ist die Sicht auf diese Themen. Eine neue oder wenigstens andere Ästhetik, die uns fordert und anregt, würde uns erfreuen auch wenn wir vielleicht am Anfang herausgefordert sind. Hollywood als synonym für die amerikanische Filmindustrie wird sich wahrscheinlich wandeln, denn die Kinobesucher halten sich von dem so gewinnträchtigen Sektor der Action- und Unterhaltungsfilme aus dem Kino fern. Das ist natürlich auch eine Chance für den europäischen Film.

Ein Wandel sollte das Interesse wieder steigern, denn die Freude am Kino ist zu einem großen Teil auch Freude an der Faszination!



 
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